
Neuentwicklung Verbundpflaster "Sinus"
Die bekannten, bei Studenten äußerst beliebten
und von ihnen hingebungsvoll bemalten Reihenhäuschen im Olympiadorf
waren in die Jahre gekommen und v.a. haus- und wärmetechnisch
sanierungsbedürftig. Die Kosten-Nutzen-Analyse ergab, dass ein
kompletter Neubau günstiger käme als eine aufwändige Sanierung. So
wurde die unter Ensembleschutz stehende Siedlung komplett neu
entwickelt, unter Beibehaltung des städtebaulichen Rasters und
wesentlicher Gestaltungsmerkmale. Die Kontinuität wurde dadurch
sichergestellt, dass Werner Wirsing, der die Originalhäuser
entworfen hatte, wieder in das Planungsteam eingebunden war.
Wesentliches Merkmal des ursprünglichen Konzepts
ist die Verwendung von Sichtbeton bei allen Außenflächen, so auch
beim Bodenbelag in Form von Verbundpflaster. Doch es sollte nicht
mehr der alte klassische "Knochenstein" sein, sondern es wurde ein
neuer, aus der H-Form weiterentwickelter Stein kreiert, der ein
wesentlich lebendigeres Pflasterbild ergibt und der er ermöglichte,
das gewünschte Erscheinungsbild der im Pflastermeer schwimmenden
Häuserzeilen sinnfällig umzusetzen.

Planung: Keller & Damm, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner,
München
Projektdaten
Bauherr: Studentenwerk München
Entwurf, Ausführungsplanung: Keller & Damm
Landschaftsarchitekten Partnerschaft, München
Ausschreibung, Objektüberwachung: C. Bücheler,
Landschaftsarchitekt, München
Architektur: arge werner wirsing bogevischs büro hofmann ritzer
architekten , München
Zeitraum: Realisierung Freianlagen 2009-10
Größe: 35.000 m2